
Ein Seminar ändert alles
Zwei Tage Seminar „der Tanz an der Leine“ mit Sami el Ayachi https://www.instagram.com/samielayachi/?hl=de lagen hinter mir – zwei Tage voller Erkenntnisse, Emotionen und ehrlicher Konfrontation mit mir selbst. Ich bin mit meinem Hund hingefahren, um „etwas am Verhalten“ zu verändern. Was ich bekommen habe, war viel mehr: ein Spiegel meiner eigenen Geschichte, ein Aha-Moment über alte Muster – und eine neue Perspektive auf das Miteinander mit meinem Hund.
Mein Hund – mein Spiegel
Mein kleiner Hund kommt aus schlechter Haltung. Er hatte Angst vor Menschen, Unsicherheiten an der Leine, zog sich zurück, wenn es schwierig wurde. Ich habe das immer respektiert, ich wollte ihm die Zeit geben, die er braucht, ich wollte ihm zeigen, dass ich es gut mit ihm meine. Und ja – ich hatte Mitgefühl. Vielleicht sogar Mitleid.
Was ich im Seminar gelernt habe, hat mich tief getroffen:
Mein Hund zeigte nicht nur Meideverhalten – er hat das Problem immer alleine gelöst.
Er hat sich in seinen Konflikten nicht an mir orientiert und ging nicht mit mir gemeinsam durch die Angst.
Und ich? Ich habe ihn gelassen – aus Liebe. Oder aus einem Gefühl, das ich damit verwechselt habe.
Alte Muster erkennen – bei uns selbst
Sami sagte einen Satz, der mir nicht mehr aus dem Kopf ging:
„Du lebst mit deinem Hund immer noch in der Vergangenheit.“
Das war wie ein Schlag in die Magengrube – aber ein heilsamer. Denn er hatte recht. Ich sah in meinem Hund immer noch das kleine, verängstigte Wesen, das Schlechtes erlebt hat. Aber ich habe dabei vergessen, ihm zu zeigen, wie stark er heute schon ist, wie weit wir schon gekommen sind und wie sehr wir gemeinsam noch viel mehr schaffen können – wenn ich ihn wirklich führe.
Und plötzlich war da die nächste Erkenntnis:
Ich bin nicht nur mit meinem Hund in der Vergangenheit stecken geblieben.
Ich lebe auch noch mit meinem eigenen inneren Kind in der Vergangenheit.
Ich war selbst ein Kind, das niemanden hatte. Niemanden, der gesagt hat: „Ich bin da. Wir schaffen das gemeinsam.“ auch wenn ich mir das so sehr gewünscht hätte.
Kein Wunder also, dass ich mich schwer damit tue, heute diese Rolle einzunehmen – für meinen Hund, aber auch für mich selbst.
Hundeerziehung ist Persönlichkeitsentwicklung
Das Seminar war kein Trainingswochenende – es war ein Wendepunkt.
Ich habe erkannt, dass echte Führung nicht bedeutet, dass ich alles bestimmen muss, oder immer „durchsetze“, was ich will.
Es bedeutet: Ich gehe voran. Ich schaue nach vorn. Ich lebe im Jetzt.
Mein Hund braucht mich nicht als Mitleidsperson, sondern als Orientierung.
Er braucht meine Klarheit, meine Sicherheit, meinen Blick auf das, was möglich ist – nicht auf das, was war.
Und dafür darf ich meine eigenen inneren Blockaden anschauen. Ich darf mir die Frage stellen:
„Wo projiziere ich meine eigene Vergangenheit auf mein Tier?“

Was ich dir mitgeben möchte:
Viele Herausforderungen mit deinem Hund sind keine reinen „Verhaltensprobleme“. Sie sind oft auch ein Spiegel deiner inneren Haltung.
Was fühle ich, wenn mein Hund Angst hat?
Wie fühle ich mich, wenn mein Hund nicht zuhören kann?
Wo übertrage ich meine eigene Geschichte auf ihn?
Wie sehr lasse ich zu, dass mein Mitleid meine Führungskraft untergräbt?
Und vor allem:
Bin ich bereit, mit meinem Hund in die Zukunft zu gehen – statt ihn (und mich) immer wieder zurückzuhalten?
Die wichtigste Erkenntnis, die ich heute teilen möchte, ist diese:
Echte Verbindung entsteht nicht im Bedauern, sondern im gemeinsamen Gehen.
Im mutigen Schritt nach vorne. Im bewussten „Ich bin da. Komm mit.“
Schlussgedanke
Ich bin noch auf dem Weg. Mein Hund auch.
Aber wir gehen jetzt gemeinsam – nicht nebeneinander, sondern miteinander.
Und das ist für mich der Anfang von echter Partnerschaft.

Du stehst gerade vor einer ähnlichen Herausforderung?
Vielleicht erkennst du dich und deinen Hund in meiner Geschichte wieder. Vielleicht spürst du auch, dass da mehr hinter dem Verhalten deines Hundes steckt – und dass du manchmal selbst nicht weißt, wie du ihn wirklich unterstützen kannst.
Als Verhaltensberaterin begleite ich Menschen und ihre Hunde dabei, genau diese Verbindung zu stärken:
✨ Weg von alten Mustern – hin zu einem gemeinsamen Weg im Hier und Jetzt.
✨ Mit Klarheit, Empathie und einem echten Verständnis für das, was euch als Team ausmacht.
Wenn du bereit bist, mit deinem Hund nicht nur an Verhalten, sondern an Beziehung zu arbeiten, dann melde dich gerne bei mir. Ich freue mich darauf, euch kennenzulernen.
📩 www.hundezentrum-chiemgau.de/kontakt (Kennenlernen natürlich kostenlos)
Über die Autorin
Ich bin Abigail Hamberger, IHK-zertifizierte Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin mit Erlaubnis nach §11 TSchG für Berlin und Traunstein. Im Hundezentrum Chiemgau begleite ich Mensch-Hund-Teams auf dem Weg zu mehr Klarheit, Vertrauen und echter Verbindung. Mein Schwerpunkt liegt auf individuellem Einzeltraining, bei dem nicht nur das Verhalten des Hundes im Fokus steht – sondern auch die emotionale Beziehung zwischen Mensch und Tier.
Mein Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Hunde und ihre Menschen gemeinsam wachsen können – mit gegenseitigem Respekt, Verständnis und dem Mut, alte Muster zu hinterfragen.
Mehr über mich und meine Arbeit findest du auf https://hundezentrum-chiemgau.de/info/

